Wann hast Du „make time“?

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Wie können wir als Wissensarbeiter vermeiden, dass wir unsere Tage mit unproduktiver Geschäftigkeit verbringen?

Als Wissensarbeiter verbringen wir unsere Tage oft mit hektischer Geschäftigkeit, ohne dabei wirklich produktiv zu sein. Der Google-Manager Jeremiah Dillon hat kürzlich in einer internen Rundmail, die später in vielen sozialen Netzwerken geteilt wurde, auf diesen Umstand aufmerksam gemacht (erfahre mehr). Er erinnert in ihr an die fundamentale Unterscheidung zwischen „management time“ und „make time“: Weiterlesen

Bücher, Bücher, ihr müsst wandern

Bei Wissensarbeitern sammeln sich über die Jahre oft erhebliche Bücherbestände an. In diesem Beitrag werden fünf Ideen vorgestellt, wie man neuen Platz in seinen Regalen gewinnt.

Die Stunde der Wahrheit schlägt spätestens beim nächsten Umzug: Was im Regal noch recht überschaubar aussah, füllt plötzlich Kisten um Kisten. Ich musste mir bei dieser Gelegenheit kürzlich schmerzhafte Fragen stellen: Brauche ich den Schwedenkrimi, den ich vor 11 Jahren mit moderatem Gewinn gelesen habe, in der neuen Wohnung wirklich noch? Die deutsche Übersetzung eines Theaterstücks von Karol Wojtyła, die mir eine polnische Bekannte vor Jahren mit leuchtenden Augen überreichte? Und das Windows-98-Handbuch? Warum um Himmels willen habe ich wenigstens das nicht schon längst entsorgt?

Ich gestehe: Ich war bislang viel zu zurückhaltend, wenn es darum ging, mich von Büchern zu trennen. Ohne mir dessen voll bewusst zu sein, sah ich sie als lebenslange Begleiter – und auch als Sammelobjekte. Inzwischen versuche ich sie eher als Weggefährten zu betrachten, die eine Meile (oder zwei oder drei) mit mir mitgehen, dann aber jemand anderem Gesellschaft leisten dürfen. Ich habe daher beschlossen, dass sie in Zukunft nicht mehr in meinen Regalen Staub fangen, sondern lieber von der einen Hand zur andern wandern sollen – wie der berühmte Taler im Kinderreim.

Bücher, von denen man sich trennen möchte, kann man verkaufen oder auch einfach verschenken. Ich plädiere fürs Verschenken – einerseits, weil man damit jemandem eine kleine Freude macht; andererseits, weil sich der Verkauf in der Regel sowieso nicht lohnt. Weiterlesen

Seafile – Cloud-Software mit eingebautem Datenschutz

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Die Nutzung von Cloud-Software hat einige Vorteile. Viele Nutzer haben jedoch Bedenken, ob ihre Daten in der Cloud vor fremden Blicken sicher sind. Eine neue Software bietet Schutz durch starke Verschlüsselung.

Viele Wissensarbeiter sind an die Nutzung von Cloud-Diensten wie Dropbox oder Google Drive gewöhnt. Deren Vorteile liegen auf der Hand:

  • Installation und Nutzung sind einfach
  • die Daten können auf mehreren Geräten synchron gehalten werden
  • die Daten gehen bei Diebstahl oder Defekt eines Geräts nicht verloren
  • man hat die Möglichkeit, Dateien oder Ordner mit anderen Nutzern zu teilen

Inzwischen ist es aber mehr als fragwürdig, inwiefern Daten, die unverschlüsselt in der Cloud gespeichert werden, vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind (erfahre mehr). Aus diesem Grund gibt es immer mehr Cloud-Angebote, bei denen die Daten ausschließlich auf Servern in Europa gespeichert werden. Manche dieser Angebote erlauben es sogar, Weiterlesen

Ein Ritual für bessere Konzentration

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Wissensarbeiter müssen es jeden Tag neu schaffen, sich ganz auf ein Thema zu konzentrieren. Das ist in digitalen Umgebungen nicht immer leicht. Ein einfaches Ritual kann aber eine große Hilfe sein.

Am sinnvollsten setzen wir unsere Arbeitszeit meist ein, wenn wir uns fokussiert dem einen Projekt widmen, das uns wirklich weiterbringt: der Hausarbeit oder Masterarbeit, der Dissertation, dem Roman. Wenn aber gleichzeitig der E-Mail-Posteingang überquillt und die To-do-Liste mit kleineren Aufgaben prall gefüllt ist, besteht die Versuchung, zuerst einmal möglichst viele von diesen zu erledigen. Schließlich ist das auch Arbeit, oder?

Es gibt aber einen einfachen Grund, warum wir uns so gerne erst einmal diesen kleineren Aufgaben widmen: Weiterlesen

Malbücher sind die neuen Sudokus

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Menschen lösen Sudokus, um ihre logischen und mathematischen Fähigkeiten zu trainieren, richtig? Wie ist dann zu erklären, dass ihnen in Frankreich Malbücher für Erwachsene ernsthafte Konkurrenz machen?

Le Monde meldete kürzlich, dass sich in Frankreich Malbücher für Erwachsene zunehmender Beliebtheit erfreuen (nachzulesen hier). Für Verlage wie Hachette seien sie zu einer sehr erfreulichen Einnahmequelle geworden, ja die Verkäufe seien seit 2014 geradezu “explodiert”.

Als ich die Meldung sah, war ich zunächst überrascht. Ist es nicht ein wenig wunderlich, wenn Erwachsene in ihrer meist knappen Freizeit ihre Nasen ausgerechnet in Malbücher stecken?

Philippe Lahille, Verlagsdirektor und Autor eines Ratgebers für eine langsamere und bewusstere Lebensweise, hat jedoch eine plausible Erklärung: Weiterlesen