Strickst Du noch oder puzzlest Du schon?

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Klassische Textverarbeitungsprogramme sind darauf ausgerichtet, dass Texte Zeile um Zeile „gestrickt“ werden. Das Schreiben eines langen Textes hat aber oft weniger mit dem Stricken eines Pullovers als mit dem Legen eine Puzzles gemeinsam. Der Beitrag stellt ein Programm vor, das diesen Umstand ernst nimmt.

von Jochen Plikat

Herkömmliche Textverarbeitungsprogramme funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Man legt ein neues Dokument an und fängt — hoffentlich! — an zu schreiben. Im Idealfall formuliert man den ersten Gedanken, dann den zweiten, dann den dritten, und so fort. Dieses lineare Vorgehen ist an das handschriftliche Schreiben angelehnt und ähnelt in gewisser Weise dem Stricken: Wort um Wort, Zeile um Zeile werden aneinandergereiht. Am Ende sieht man den Text noch einmal durch, stellt vielleicht hier und da einen Satz um, ergänzt hier etwas, streicht dort etwas weg, korrigiert ein paar Tippfehler. Schließlich druckt man den Text aus oder verschickt ihn in digitaler Form.

Bei kurzen Texten wie Briefen, Sitzungsprotokollen etc. ist dieses Vorgehen meist angemessen. Wer jemals einen längeren Artikel, eine wissenschaftliche Abschlussarbeit oder gar ein Buch geschrieben hat, weiß aber, Weiterlesen