Sichere E-Mails mit S/MIME (2/4)

In dieser 4-teiligen Serie geht es um das Signieren und Verschlüsseln von E-Mails nach dem S/MIME-Standard.

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Teil 2: Wie kommt man als Privatnutzer an ein Zertifikat?

Viele Firmen, Universitäten und andere Einrichtung stellen ihren Angehörigen digitale Zertifikate zur Verfügung, die für die Verschlüsselung von E-Mails nach dem S/MIME-Standard benutzt werden können (so genannte X.509-Zertifikate). Privatnutzer, die ihre E-Mails nach diesem Standard verschlüsseln wollen, stehen jedoch vor einem Problem. Zwar kann man sich mit OpenSSL auch selbst ein Zertifikat ausstellen. Ein solches Zertifikat wird aber kaum praxistauglich sein, weil es von keiner allgemein
anerkannten Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde. Allgemein anerkannt bedeutet hier vor allem: gängige E-Mail-Programme stufen die Zertifizierungsstelle automatisch als vertrauenswürdig ein. Wenn man nun seine Mails mit einem Zertifikat signiert, das von einem selbst oder von einer kaum bekannten Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde, werden die E-Mail-Clients der Empfänger diesem Zertifikat nicht vertrauen und aus diesem Grund immer wieder Alarm schlagen. Weiterlesen

Sichere E-Mails mit S/MIME (1/4)

In dieser 4-teiligen Serie geht es um das Signieren und Verschlüsseln von E-Mails nach dem S/MIME-Standard.

Teil 1: Grundlagen

Diese Serie handelt davon, wie man seine E-Mail-Kommunikation ganz ohne technische Spezialkenntnisse mit dem Verschlüsselungsstandard S/MIME vor fremden Blicken schützen kann. Dabei wird es nicht um die Frage gehen, ob E-Mails verschlüsselt werden sollten – diese Frage ist aus meiner Sicht in Zeiten groß angelegter Hackerangriffe (erfahre mehr) und umfassender staatlicher Überwachungsprogramme (erfahre mehr) schnell zu beantworten. Doch selbst wenn uns das alles herzlich egal sein sollte, weil wir glauben, dass wir „nichts zu verbergen“ haben: Wir sollten auch bedenken, dass wir nie nur für uns selbst eine Entscheidung treffen. Unsere „eigenen“ Kommunikationsdaten enthalten immer auch Informationen über unsere Kommunikationspartner. Falls uns der Schutz unserer (E-Mail-)Daten gleichgültig ist, sind davon somit nicht nur wir selbst, sondern immer auch andere betroffen (erfahre mehr). Weiterlesen

Drei Android Mail-Apps für ziemlich gute Privatsphäre

Wie kann man verschlüsselte E-Mails auch auf einem Android-Smartphone oder -Tablet lesen und verschicken?

Viele Wissensarbeiter würden ihre E-Mails gerne verschlüsseln. Dies können sie mit dem inzwischen sehr ausgereiften Standard PGP tun (Pretty good privacy – wörtlich übersetzt: ziemlich gute Privatsphäre). Die Verschlüsselung mit PGP ist in der Tat so stark, dass selbst Edward Snowden sie nutzte, als er mit dem Journalisten Glenn Greenwald sicher kommunizieren wollte.

Manche Nutzer befürchten aber, dass sie mit PGP verschlüsselte E-Mails mit ihrem Smartphone oder Tablet nicht mehr lesen oder verschicken können, oder dass das sehr umständlich wird. Diese Sorge war früher in der Tat nicht ganz unberechtigt. Man stand vor allem dann vor einem Problem, wenn man den neueren Verschlüsselungsstandard PGP/MIME benutzte. Dieser ist dem älteren Standard PGP/Inline seit langer Zeit unbedingt vorzuziehen, denn er kann unter anderem viel besser mit Mail-Anhängen umgehen.

Inzwischen gibt es aber drei leistungsfähige Apps für Android, die den PGP/MIME-Standard beherrschen. Auch sonst können diese Apps
alles, was ein mobiler E-Mail-Client können muss. Diese Apps heißen… Weiterlesen

Wie nennen wir die neuen facebook-Reactions?

Mit Prognosen soll man vorsichtig sein, vor allem, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Eines aber ist sicher: Schon bald werden wir fünf neue Verben benutzen. Welche könnten das sein?

Die Möglichkeiten, auf facebook mit einem Button Gefühle zu äußern, waren bisher, nun ja, etwas eindimensional. Bekanntlich konnte man auf „Like“ bzw. „Gefällt mir“ klicken – oder es bleiben lassen.

Das dazu passende Verb findet man schon jetzt im Duden. Es dürfte bei Sprachpuristen regelmäßig Schnappatmung verursachen:

liken: schwaches Verb – [in einem sozialen Netzwerk] im Internet eine Schaltfläche anklicken, um eine positive Bewertung abzugeben

Neuerdings stehen auf facebook fünf weitere Buttons („Reactions“) zur Verfügung. Mit ihnen kann man die Gefühle, die eine Meldung auslöst, differenzierter als bisher ausdrücken: „love“, „haha“, „wow“, „sad“ und „angry“.

Wir können ab sofort also nicht mehr nur „liken“, sondern auch… ja, was eigentlich? Weiterlesen

So ändert man seine E-Mail-Adresse

Die persönliche E-Mail-Adresse ist eine Art Visitenkarte. Manchmal gibt es gute Gründe, sich eine neue zu besorgen.

Auch wenn die E-Mail schon oft totgesagt wurde – sie ist und bleibt der wichtigste digitale Kommunikationsweg. Dabei ist zu bedenken, dass wir unseren Kommunikationspartnern mit unserer E-Mail-Adresse eine Menge über uns mitteilen.

Das gilt für die Domänenteil, also den Teil nach dem @-Zeichen. Ein paar Beispiele:

  • name@t-online.de: Ich drucke E-Mails am liebsten aus. Behandle mich in digitalen Fragen bitte mit Nachsicht.
  • name@yahoo.com: Ja, es gab mal eine andere Suchmaschine als Google. Und einen Bundeskanzler namens Gerhard Schröder. Wie, das weißt Du nicht?
  • name@me.com: Ich habe einen Mac!

Und es gilt natürlich noch viel mehr für den  Benutzernamen, also den Teil vor dem @-Zeichen (E-Mail-Jargon: „Lokalteil“): Weiterlesen