Lesetechniken für Wissensarbeiter

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Als Wissenarbeiter müssen wir im Alltag meist große Textmengen
bewältigen. Wenn wir nicht in der Textflut untergehen möchten, die
gedruckt oder auf dem Bildschirm auf uns einströmt, lohnt es sich,
verschiedene Lesetechniken zu kennen. Der Gastbeitrag bietet einen
sehr guten Überblick. Er erschien ursprünglich auf e-fellows.net,
der Webseite eines von verschiedenen Unternehmen unterstützten
Karrierenetzwerks, das auch Online-Stipendien vergibt. Der Autor
dieses Blogs ist selbst ehemaliger Stipendiat.

Gastbeitrag:

Lesen leicht gemacht

Die Menge an Informationen, die der Menschheit zur Verfügung steht, wächst unaufhörlich – Schätzungen zufolge verdoppelt sich das Wissen der Welt inzwischen etwa alle zwölf Jahre. Ein Großteil dieser Informationen wird uns in schriftlicher Form präsentiert: in Büchern, in Zeitungen, (Fach-)Zeitschriften und natürlich zunehmend im Internet. Wir müssen also immer mehr lesen, wenn wir in der Informationsgesellschaft mithalten wollen.

In besonderem Maße gilt das für jeden, der heutzutage studiert und dabei eine immer größere Menge an Fachliteratur bewältigen muss. Und nachdem der so genannte „Nürnberger Trichter“ – ein großer Trichter, den man am Kopf ansetzt, damit mühelos Wissen hineinfließt – auch nach 500 Jahren leider noch nicht erfunden ist, müssen wir dieser Flut an Texten anders Herr werden. Zum Beispiel mit Hilfe der richtigen Lesetechnik. Weiterlesen

Ein Ritual für bessere Konzentration

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Wissensarbeiter müssen es jeden Tag neu schaffen, sich ganz auf ein Thema zu konzentrieren. Das ist in digitalen Umgebungen nicht immer leicht. Ein einfaches Ritual kann aber eine große Hilfe sein.

Am sinnvollsten setzen wir unsere Arbeitszeit meist ein, wenn wir uns fokussiert dem einen Projekt widmen, das uns wirklich weiterbringt: der Hausarbeit oder Masterarbeit, der Dissertation, dem Roman. Wenn aber gleichzeitig der E-Mail-Posteingang überquillt und die To-do-Liste mit kleineren Aufgaben prall gefüllt ist, besteht die Versuchung, zuerst einmal möglichst viele von diesen zu erledigen. Schließlich ist das auch Arbeit, oder?

Es gibt aber einen einfachen Grund, warum wir uns so gerne erst einmal diesen kleineren Aufgaben widmen: Weiterlesen

Malbücher sind die neuen Sudokus

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Menschen lösen Sudokus, um ihre logischen und mathematischen Fähigkeiten zu trainieren, richtig? Wie ist dann zu erklären, dass ihnen in Frankreich Malbücher für Erwachsene ernsthafte Konkurrenz machen?

Le Monde meldete kürzlich, dass sich in Frankreich Malbücher für Erwachsene zunehmender Beliebtheit erfreuen (nachzulesen hier). Für Verlage wie Hachette seien sie zu einer sehr erfreulichen Einnahmequelle geworden, ja die Verkäufe seien seit 2014 geradezu “explodiert”.

Als ich die Meldung sah, war ich zunächst überrascht. Ist es nicht ein wenig wunderlich, wenn Erwachsene in ihrer meist knappen Freizeit ihre Nasen ausgerechnet in Malbücher stecken?

Philippe Lahille, Verlagsdirektor und Autor eines Ratgebers für eine langsamere und bewusstere Lebensweise, hat jedoch eine plausible Erklärung: Weiterlesen

Lass Dir Deine Zeit nicht zersägen!

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Nach Unterbrechungen dauert es oft lange, bis man den Flow-Zustand wieder erreicht. Das Phänomen ist in der Coaching-Literatur als „Sägezahneffekt“ bekannt.

Der so genannte Flow wird von vielen Menschen dann erreicht, wenn sie mit hoher Konzentration einer anspruchsvollen Tätigkeit nachgehen. Oft fühlen sie sich in diesen Phasen glücklich, und die Zeit scheint buchstäblich zu „verfliegen“ (lies hier weiter). Man kann sich den Flow-Zustand daher auch als Plateau hoher Konzentration vorstellen. Idealerweise besteht das Tagesprofil einer Konzentrationskurve aus möglichst langen Plateauphasen.

In Zeiten permanenter Erreichbarkeit besteht jedoch die Gefahr, dass das genaue Gegenteil eintritt: Statt uns über längere Phasen hinweg einer Sache zu widmen und so zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen, wechseln wir oft im Minutentakt die Aufgaben („Multitasking“) oder lassen uns immer wieder durch verschiedene Störfaktoren ablenken (Anrufe, E-Mails, soziale Netzwerke, usw.). Unser Tagesprofil stellt dann weniger eine Abfolge mehrerer Plateaus als vielmehr Weiterlesen

Fokussiert arbeiten mit Naturklängen

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Wissensarbeiter werden an ihren Arbeitsplätzen oft von Nebengeräuschen gestört. Anstelle von Ohrstöpseln oder Musik können auch Naturklänge helfen, wenn man diese Störungen ausblenden und im Flow bleiben möchte.

Eine Frage, die mich immer wieder umtreibt, ist der Umgang mit akustischen Störungen am Arbeitsplatz. Wie lässt sich Lärm am besten ausblenden? Neuerdings hält z. B. jeden Morgen gegen 11 Uhr ein Kühl-Laster direkt vor meinem Fenster und lässt etwa eine Viertel Stunde lang den Motor laufen. Auch Reisebusse halten täglich direkt vor dem Hotel nebenan. Das tiefe Brummen ihrer Dieselmotoren kann auf Dauer ziemlich unangenehm sein. Dazu kommen die Warnsirenen einer nahe gelegenen Baustelle, gelegentlich vorbeiheulende Krankenwagen, und natürlich der sonstige Straßenverkehr mit dem Motorenlärm und dem Gehupe, den er mit sich bringt. Kurz: Selbst bei geschlossenen und recht gut schallisolierten Fenstern Weiterlesen