Don’t be evil

„Don’t be evil“ – so lautete einst das Motto von Google. Ein Chrome-Update zeigt, wie wenig sich Google heute um dieses Motto schert.

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Nur wenige Leser werden von der Nachricht überrascht sein, dass Google unsere Daten sammelt und mit ihnen Geld verdient. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass genau darauf Googles Geschäftsmodell basiert. Seine vielfältigen Dienste sind daher keineswegs kostenlos. Die Kosten werden nur in einer anderen Währung beglichen, als man es aus dem Supermarkt kennt – mit unseren Daten.

Aus diesem Grund sollte man es sich gut überlegen, ob man bestimmte „kostenlose“ Google-Dienste nutzt. Ich selbst etwa habe mich schon lange von Diensten wie Gmail und Google Drive verabschiedet. Welche Alternativen zu ihnen zur Verfügung stehen, habe ich schon mehrfach auf diesem Blog thematisiert (vgl. z. B. hier, hier und hier). Man wusste bei Google aber bisher meistens ziemlich genau, woran man war – wenn man es denn wissen wollte. Weiterlesen

Wie man ein Android-Gerät mit einem Laptop synchronisiert (2)

In diesem Beitrag wird erklärt, wie man ein Android-Gerät mit einem Laptop synchronisiert – ohne dabei alle Daten an Google zu übertragen.

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Im ersten Beitrag dieser zweiteiligen Serie ging es um die grundlegende Frage, warum man möglichst wenige Daten an Firmen wie Google, Facebook & Co übertragen sollte (erfahre mehr). Dieser zweite Beitrag handelt nun davon, wie man das umsetzt, konkret, wie man ein Android-Gerät mit einem Laptop synchronisiert, ohne den vorinstallierten Dienst Google Drive zu verwenden. Wir wollen uns also ein klein wenig „de-Google-ifizieren“.

Die hier vorgestellte Lösung kann aber nicht nur das. Sie ist auch besser als alles, was man aktuell mit Android-Bordmitteln bewerkstelligen kann. Zu ihren Vorteilen zählt, dass sie die vollständige zwei-Wege-Synchronisation zwischen Smartphone und Laptop ermöglich. Das heißt unter anderem, dass synchronisierte Daten auch auf dem Android-Gerät in vollem Umfang offline verfügbar sein werden. Dies wünschen sich zahlreiche Nutzer seit langem, es wird jedoch weiterhin von keiner einzigen Cloud-App geboten. Weiterlesen

Wie man ein Android-Gerät mit einem Laptop synchronisiert (1)

Smartphones enthalten wertvolle Daten. Wie überträgt man diese auf ein anderes Gerät, ohne die Server von Google zu benutzen?

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Daten sind bekanntlich der Rohstoff, auf denen das Geschäftsmodell von Google, Facebook & Co. beruht. Deren Kunden sind andere Firmen. Diese bezahlen viel Geld dafür, dass ihre Werbeanzeigen auf den genannten Plattformen nicht an irgendwen, sondern an genau jene Nutzer ausgeliefert werden, die an dem beworbenen Produkt interessiert sein könnten. Wir Nutzer sind daher nicht die Kunden von Google, Facebook & Co. – sondern ihr Produkt. Weiterlesen

Nein, PGP ist nicht unsicher geworden

Die E-Mail-Verschlüsselung mit PGP oder S/MIME hat aktuell eine mögliche Schwachstelle. Grundsätzlich ist E-Mail-Verschlüsselung aber weiterhin sicher.

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Seit Mitte Mai 2018 kursieren Meldungen über eine Schwachstelle in E-Mails, die nach dem PGP- oder dem S/MIME-Standard verschlüsselt worden sind. Auch ein eingängiger Name für den Fehler war schnell gefunden: Efail.

Unter bestimmten Bedingungen könnten Angreifer, so die Warnung, über manipulierte E-Mails an den Klartext von verschlüsselten E-Mails gelangen (erfahre mehr). Es wurden sogar Empfehlungen laut, man solle aus diesem Grund ganz auf verschlüsselte E-Mails verzichten. Weiterlesen

Die Windows-Falle

In einer sehenswerten aktuellen ARD-Doku geht es um die Abhängigkeit öffentlicher Einrichtungen von Microsoft. Fazit: Wir sitzen in der Windows-Falle.

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Der gerade bekannt gewordene Hacker-Angriff auf die Netzwerke deutscher Bundesbehörden („Bundeshack“) ist nur der jüngste in einer langen Serie von IT-Pannen. Ein ums andere Mal machen solche Angriffe deutlich, wie verletzlich unsere Rechner und somit unsere Daten sind. Das gilt in gleichem Maße für Privatpersonen wie für Firmen, Behörden und andere öffentliche Einrichtungen.

Besonders häufig sind die Produkte aus dem Hause Microsoft das Ziel von Angriffen, im aktuellen Fall anscheinend das E-Mail-Programm Outlook (erfahre mehr). Ob diese besonders unsicher sind steht hier nicht zur Diskussion, auch wenn viele Experten genau das befürchten. Tatsache ist, dass sich Angriffe auf Microsoft-Produkte wegen ihrer enormen Verbreitung besonders lohnen. Schadsoftware kann in einer solchen digitalen Monokultur eine enorme Wucht entfalten. Erinnern wir uns beispielsweise an den WannaCry-Verschlüsselungstrojaner, der sich im Mai 2017 in atemberaubender Geschwindigkeit um den Globus verbreitete (erfahre mehr).

Dieses (1.) Sicherheitsargument wäre alleine schon Grund genug, um den unreflektierten Einsatz von Microsoft-Software ernsthaft zu überdenken. Daneben gibt es aber noch einige weitere, mindestens ebenso gewichtige Argumente: Weiterlesen