Seinfelds Kette (II)

Seinfelds Kette ist eine verblüffend effektive Methode, wenn man etwas zur Gewohnheit machen will. Apps wie Loop Habit Tracker und Way of Life ersetzen dabei den Wandkalender und bieten interessante Zusatzfunktionen.

Geschätzte Lesezeit für diesen Artikel: 3 Minuten

Die Idee von Jerry Seinfelds Kette (erfahre mehr) beruht auf der einfachen Beobachtung, dass kleine Handlungen langfristig große Auswirkungen haben können – sofern man sie jeden Tag ausführt. Der Komiker nutzt die Methode, um trotz seiner vielfältigen sonstigen Verpflichtungen kontinuierlich neue Witze zu schreiben, und zwar jeden Tag mindestens einen. Ein Autor, der schon 70 Romane veröffentlicht hat, arbeitet nach dem selben Prinzip. Als er einmal gefragt wurde, wir er es eigentlich schaffe, ein Buch nach dem anderen zu schreiben, antwortete er: „200 crappy words per day, that’s it“.

Seinfelds Kette lässt sich auf jeden beliebigen anderen Bereich übertragen, in welchem man durch kleine, tägliche Fortschritte langfristig viel bewirken will. Hier ein paar Beispiele:

  • Meditieren
  • Krafttraining machen
  • Yoga üben
  • eine Fremdsprache lernen
  • Zeichnen
  • Chemische Formeln lernen
  • Haikus schreiben

Egal was man sich vornimmt – das Potential der Methode ist erheblich. Entscheidend ist dabei, dass man sich nicht übernimmt, sondern in einem kleinen Umfang beginnt, den man wirklich jeden Tag bewältigen kann, z. B. täglich drei Minuten meditieren, täglich drei neue Sätze in einer Fremdsprache lernen, täglich 5 Minuten Yogaübungen machen oder täglich 100 Wörter für ______ schreiben (fülle die Lücke selbst). Was auch immer man tut: Alles wird sehr schnell leichter, wenn man es jeden Tag tut.

Wer die Methode zum ersten Mal ausprobiert, sollte sich nicht zu viele neue Gewohnheiten auf einmal vornehmen. Es genügt völlig, erst einmal eine oder zwei in den Tagesablauf zu integrieren. Erst wenn sie zuverlässig zu einem Teil der täglichen Routine geworden sind, sollte man ihren Umfang erweitern oder eine weitere Gewohnheit ergänzen.

Um die eigenen Fortschritte zu dokumentieren, kann man wie Seinfeld mit einem Wandkalender arbeiten. Man kann aber auch auf seinem Smartphone eine App wie Loop Habit Tracker (Android) oder Way of Life (iPhone) installieren. Mit ihnen lassen sich sogar mehrere Gewohnheiten auf einmal erfassen und dokumentieren. So kann man alle „Ketten“, die man nicht abreißen lassen möchte, immer in einer Übersicht im Blick behalten. Und wer auf Zahlen steht, kann sich jederzeit in verschiedenen statistischen Auswertungen anzeigen lassen, wie gut er eine bestimmte Gewohnheit in der letzten Zeit durchgehalten hat.

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Seinfelds Methode (II) by Jochen Plikat is licensed under CC BY-NC-ND 4.0
Bildnachweis: Chain Rusty Links by Bergadder is licensed under CC0 Public Domain

2 Gedanken zu “Seinfelds Kette (II)

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