Damit nicht nur das Phone smart ist: Ziele richtig formulieren

Looking across the park earlier in the week at the lone soccer goal.

von Jochen Plikat

Träume, Wünsche, Hoffnungen — fast jede(r) hat eine zumindest diffuse Vorstellung davon, in welche Richtung er oder sie sich in verschiedenen Lebensbereichen entwickeln möchte. Aber oft verstreicht die Zeit und man stellt fest, dass man beruflich weiterhin auf der Stelle tritt, die Beziehung stagniert, die Fitness langsam aber stetig abnimmt und man auch geistig nicht viele Höhenflüge unternommen hat. Dabei hatte man doch davon geträumt, nein, sich fest vorgenommen — war es am 1. Januar? —, auf all diesen Gebieten ein wenig besser zu werden.

Wie lässt sich also vermeiden, dass Monate und Jahre in der Alltagsroutine verstreichen und man in wichtigen Bereichen des Lebens vor sich hin dümpelt? Die meisten Coaching-Methoden empfehlen für den Umgang mit diesem allzu verbreiteten Problem, aus Träumen, Wünschen und Hoffnungen Ziele zu machen.

Worin unterscheidet sich aber ein Ziel von einem Traum oder einem Wunsch? Hier ein Beispiel:

Wunsch: „Fremdsprachen? Dafür wollte ich auch schon lange mal wieder was tun.“

Ziel: „Ich möchte bis zum Herbst nächsten Jahres in Spanisch das Niveau A2 erreichen. Hierfür werde ich mich bei einem Sprachkurs anmelden, mich mindestens alle 2 Wochen mit einem Muttersprachler zum Sprachtandem treffen und mir mindestens einmal im Monat einen spanischen oder lateinamerikanischen Film in Originalfassung mit Untertitel ansehen. Am Ende werde ich die offizielle Sprachprüfung DELE ablegen.“

Der Unterschied zwischen einem Traum oder Wunsch und einem Ziel lässt sich an mehreren Kriterien festmachen:

  • Ein Ziel ist spezifisch: „Spanisch“ statt „Fremdsprachen“
  • Ein Ziel ist messbar: „Niveau A2 erreichen“ statt „was dafür tun“
  • Ein Ziel benennt konkrete Aktionen: „zu einem Sprachkurs anmelden“, „zum Sprachtandem treffen“, „Filme in Originalfassung sehen“, „Sprachprüfung ablegen“
  • Ein Ziel ist realistisch: „Niveau A2“
  • Ein Ziel ist terminiert: „bis zum Herbst nächsten Jahres“

Ich habe das Beispiel gewählt, weil ich mich beruflich mit Fremdsprachen beschäftige. Das Prinzip lässt sich aber auf viele Bereiche übertragen.

Hier ein paar andere Träume und Wünsche. Zu Übungszwecken kannst Du sie in Ziele umformulieren:

  • „Ich möchte total gerne mal nach Asien reisen.“
  • „Ein Jahr im Ausland leben — das würde mir gefallen!“
  • „Ein beruflicher Wechsel wäre genau das Richtige für mich.“

Erledigt? Überprüfe nochmal, ob Deine Ziele…

s(pezifisch)
m(essbar)
a(ktionsorientiert),
r(ealistisch) und
t(erminiert) sind.

Smart ist diese Art der Zielformulierung nicht nur, weil die Anfangsbuchstaben der Kriterien eine schöne Merkhilfe ergeben, sondern auch und vor allem, weil sich Träume, Wünsche und Hoffnungen auf diese Weise wirklich umsetzen lassen.

Wie gehst Du vor, um Träume zu verwirklichen? Hinterlass einen Kommentar!

Bildnachweis: Lone goal. by Kevin K on flickr.com (creative commons-Lizenz, bestimmte Rechte vorbehalten: CC BY 2.0)

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5 Gedanken zu “Damit nicht nur das Phone smart ist: Ziele richtig formulieren

  1. Hallo Jochen,
    schön smart formuliert! 🙂 Vielleicht ist es ja so: Ob die Wünsche wirklich real, also meine sind, bedarf es der Zielformulierung. Erst wenn ich einen vagen Wunsch in ein Ziel umformuliert habe, erkenne ich, ob ich das wirklich will. Gegenprüfung meiner Wünsche durch Zielformulierung!
    Gruß, Martin

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    1. Sehe ich auch so. Bei Zielen kann man außerdem die Kosten besser in den Blick nehmen (z.B. Zeit), und bei verschiedenen Zielen kann (und sollte) man überprüfen, ob sie sich vielleicht ganz oder teilweise widersprechen.

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