7 Gründe für die Arbeit mit einem Zitationsmanager

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von Jochen Plikat

Wer wissenschaftlich arbeitet, muss in der Regel dutzende, bei längeren Projekten manchmal hunderte Titel Forschungsliteratur überblicken. Jeder dieser Titel will gesichtet, gelesen, exzerpiert und, falls er wörtlich oder auch nur sinngemäß in die eigenen Ausführungen einfließt, als Literaturangabe sauber zitiert werden. Seit die Spitzenpolitiker zu Guttenberg, Koch-Mehrin und Schavan zu ex-Doktoren (und teilweise auch zu Ex-Spitzenpolitikern) geworden sind, dürfte niemand mehr daran zweifeln, dass nicht nur Universitäten das Thema sehr ernst nehmen, sondern dass auch die Öffentlichkeit inzwischen feine Antennen hat, wenn es um Plagiate Nachlässigkeiten beim Zitieren geht.

Auch wenn man nicht ganz so tief fallen kann wie von einem Ministersessel aus, sollte es doch aus Gründen der so genannten guten wissenschaftlichen Praxis, aber schlicht auch im Sinne des fair play eine Selbstverständlichkeit sein, Quellen sorgfältig anzugeben. Wer dabei dennoch einen lesbaren Text schreiben möchte, sollte im Text selbst mit Kurzverweisen arbeiten (z.B. nach der Harvard-Methode) und die vollständigen Literaturangaben erst am Ende als alphabetisches Literaturverzeichnis einfügen. Unabhängig von der gewählten Zitierweise gilt aber, dass es sich als sehr zeitraubend herausstellen kann, wenn man all das von Hand erledigt und daher jeden Titel einzeln formatieren muss. Gerade wenn die Abgabefrist bedrohlich nahe gerückt ist, sollte man die knappen Tage und Stunden lieber für die inhaltliche und stilistische Überarbeitung des geschriebenen Textes freihalten als für die Auflistung und Formatierung der bibliographischen Angaben.

Eine aus vielen Gründen bessere Lösung ist es daher, diese Aufgabe mit einem Referenz- oder Zitationsmanager zu erledigen. Dabei handelt es sich um Datenbankprogramme für die Verwaltung von Literaturangaben. Stark verbreitet sind beispielsweise Zotero, Citavi und EndNote. Ich selbst habe früher mit Citavi gearbeitet, bin aber inzwischen auf Zotero umgestiegen, weil es meine Kriterien für die Auswahl von Software besser erfüllt.

Folgende Vorteile ergeben sich im Vergleich zur manuellen Literaturverwaltung. Man kann…

  • Publikationen über die ISBN-Nummer erfassen
  • Einträge verschlagworten
  • direkt zu den Einträgen Freitextfelder mit Notizen und Exzerpten anlegen
  • Einträge zu projektbezogenen Listen bündeln
  • Listen in Gruppen teilen und bearbeiten
  • aus einer Vielzahl an vordefinierten Zitationsstilen auswählen
  • einheitlich formatierte Listen in ein herkömmliches Textverarbeitungsprogramm exportieren

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Bildnachweis: Librairie le Bleuet by Mirko Tobias Schäfer on flickr.com (creative commons-Lizenz, bestimmte Rechte vorbehalten: CC BY 2.0)

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