Zu beschäftigt für Datensicherung?

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Katastrophengeschichten über den Verlust von Daten kennt wahrscheinlich jeder. Die beeindruckendste, die ich je gehört habe, spielte sich 2011 in Oklahoma ab: ein deutschstämmiger Krebsforscher steht mit seiner Frau nach jahrelanger gemeinsamer Arbeit kurz vor dem Durchbruch. Entscheidende Verbesserungen in der Therapie von Prostata-Krebs sind in greifbarer Nähe. Eines Abends geht das Forscherehepaar nach getanem Tagwerk in ein Restaurant. Den Laptop mit den gesamten Ergebnissen ihrer Forschung lassen sie auf dem Rücksitz ihres Autos. Den Rest der Geschichte (ja, sie nahm die schlimmste anzunehmende Entwicklung…) kannst Du Dir vermutlich selbst ausmalen. Auto aufgebrochen. Laptop weg. Kein Backup gemacht. Über die Medien Hilferuf an den Dieb. Suche bis heute ohne Ergebnis.

Es muss bei Datenverlust ja nicht gleich um das Leben von tausenden von Menschen gehen. Aber ist es nicht auch im Kleinen unvorstellbar ärgerlich, wenn die Früchte der eigenen Arbeit weg sind? Die sorgsame Ausarbeitung des Berichts – weg? Die endlich fertiggestellte Abschlussarbeit – weg? Die in mühsamer Kleinarbeit erhobenen Daten – weg? Tage, Wochen und Monate von Lebenszeit – weg?

Mir fällt dazu der alte Slogan ein, mit dem während meiner Kindheit für Impfungen geworben wurde: Kinderlähmung ist bitter. Schluckimpfung ist süß. In diesem Sinne: Datenverlust ist bitter. Datensicherung ist süß.

Ich selbst nutze eine Kombination aus mehreren Backups:

  • Wann immer ich arbeite, läuft im Hintergrund ein komplettes Backup meines Mac über die Time Machine-Funktion. Update August 2016: Ich nutze inzwischen Ubuntu Linux und die Backup-Software backintime für stündliche Backups des Home-Verzeichnisses.
  • Wichtige Daten brenne ich alle 2-3- Monate auf DVD (als passwortgeschütztes Archiv im Format *.7z).
  • Meine Dokumente liegen zudem in der Dropbox. Sie werden immer dann automatisch gesichert, wenn mein Rechner mit dem Internet verbunden ist. Update August 2016: Aus Datenschutzgründen nutze ich inzwischen den Cloud-Service Seafile (erfahre mehr).
  • Die Datenbanken von Zotero (Literaturverwaltung) und Evernote (Notiz- und Aufgabenverwaltung) werden jeweils über eine eigene, integrierte Synchronisations- und Backup-Funktion gesichert. Das passiert ebenfalls automatisch, sobald mein Rechner online ist.
  • Meine Mails, Adressen und Kalender liegen auf Servern bei Google bzw. 1&1. Update August 2016: Aus Datenschutzgründen nutze ich inzwischen den E-Mail-Anbieter posteo.de (erfahre mehr).

Manuell sichere ich somit meine Daten nur alle 2-3 Monate, wenn ich ein zusätzliches Backup auf DVD brenne, alles andere läuft automatisch im Hintergrund.

Wie sicherst Du Deine Daten? Hinterlass einen Kommentar!

Bildnachweis: Too Busy To Improve – Performance Management – Square Wheels by Alan O’Rourke on flickr.com (creative commons-Lizenz, bestimmte Rechte vorbehalten: CC BY 2.0). Homepage: http://workcompass.com/

6 Gedanken zu “Zu beschäftigt für Datensicherung?

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