Brauchen Smartphones Hintertüren?

Es ist ein lange gehegter Wunsch von Sicherheitsbehörden, jederzeit leicht auf Daten zugreifen zu können – selbst wenn diese verschlüsselt sind. Schwache Verschlüsselung und digitale Hintertüren sorgen aber insgesamt nicht für mehr, sondern für weniger Sicherheit.

Geschätzte Lesezeit für diesen Artikel: 5 Minuten

Amerikanische Sicherheitsbehörden fordern mit Unterstützung der Regierung von führenden Herstellern von Telekommunikationsgeräten, dass diese in ihre Geräte so genannte Hintertüren einbauen. Diese sollen es den Sicherheitsbehörden ermöglichen, im Rahmen von Ermittlungen auf die Kommunikationsdaten von Kriminellen zuzugreifen. Die Hersteller wehren sich mit dem Argument, dass Hintertüren das Vertrauen und die Sicherheit aller Kunden unterminieren würden. Bürgerrechtsorganisationen wenden zudem ein, dass das Recht auf Privatsphäre schwerer wiege als die Interessen der Behörden. Programmierer geben darüber hinaus zu bedenken, dass Systeme entweder sicher oder unsicher sind. Sie können keine Dienstausweise und Durchsuchungsbefehle überprüfen, wenn jemand an die digitale Hintertür klopft. Hintertüren seien also allgemein unsicher – nicht nur Behörden, sondern auch Kriminelle, Hacker und fremde Geheimdienste könnten sie öffnen. Schließlich lenkt die Regierung ein, die Forderungen nach digitalen Hintertüren sind vom Tisch. Weiterlesen

EFF: Microsoft labt sich an Nutzerdaten – mal wieder

Führst du mich einmal hinters Licht, Schande über dich; führst du mich zweimal hinters Licht, Schande über mich. (Chinesisches Sprichwort)

Geschätzte Lesezeit für diesen Artikel: 4 Minuten; möglicher Nutzen: Privatsphäre, IT-Sicherheit

Microsoft hat in den letzten Monaten viel Schelte für seine aggressive Verteilung des Upgrades von Windows 7 auf Windows 10 bezogen – vermutlich zu Recht. Phasenweise häuften sich sogar Meldungen, dass das klassische „Wegklicken“ (X) der Upgrade-Benachrichtigung bei manchen Versionen des Upgrade-Managers soviel bedeutete wie „Ja, ich will!“ (erfahre mehr). Auch wegen des großzügigen Sammelns von Nutzerdaten steht Microsoft seit der Einführung von Windows 10 in der Kritik. Weiterlesen

Mit weißem Rauschen zu besserer Konzentration

Umgebungsgeräusche können die Konzentration erheblich beeinträchtigen. Hier hilft weißes Rauschen.

Geschätzte Lesezeit für diesen Artikel: 2 Minuten; möglicher Zeitgewinn: bis zu mehreren Stunden/Woche; weitere Vorteile: besserer Fokus, gesteigerte Produktivität

Um produktiv zu sein, müssen Wissensarbeiter die Fähigkeit haben, ihren Geist über längere Phasen auf eine Sache zu fokussieren (erfahre mehr). Häufige E-Mail- und Handy-Benachrichtigungen sind dabei extrem hinderlich. Sie lassen sich aber leicht ausblenden, indem man das E-Mail-Programm schließt, das Handy stumm stellt oder es ganz in den Flugmodus versetzt (erfahre mehr).

Weniger leicht lassen sich Umgebungsgeräusche wie Verkehrslärm oder Gespräche von Kollegen ausblenden. Auch wenn wir uns das manchmal wünschen: Unsere Ohren lassen sich nicht so einfach ausschalten. Manche Wissensarbeiter setzen deshalb Kopfhörer auf und stellen Musik an, wenn sie konzentriert arbeiten möchten. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass die Musik selbst zum Ablenkungsfaktor wird. Weiterlesen

Eine Lowtech-Lösung für Termine und Aufgaben

Im Beitrag geht es darum, wie man Termine, Aufgaben und Notizen souverän verwaltet – ganz ohne digitale Hilfsmittel.

Lesezeit für diesen Artikel: 4 Minuten; Zeitbedarf für die Umsetzung: einmalig 30-60 Minuten; Vorteile: besseres Zeitmanagement, größere Zuverlässigkeit, häufigeres Erreichen von Zielen, Stressvermeidung

Wie kann man alle Termine, Aufgaben und Notizen im Blick behalten? Wie kann man auf der Welle der täglichen Verpflichtungen reiten, anstatt in ihr unterzugehen? Über digitale Lösungen für dieses Problem habe ich auf diesen Seiten schon mehrfach geschrieben, zum Beispiel hier und hier. Manchmal bekomme ich aber die Rückmeldung, dass jemand lieber ganz klassisch mit Stift und Papier arbeiten möchte. Er oder sie muss dann zwar im Vergleich zur digitalen Version ein paar Abstriche machen, zum Beispiel wenn es um automatische Backups geht: Das ist in der analogen Welt nach wie vor schwierig. Von kleineren Nachteilen wie diesem abgesehen kann aber auch analoges Zeitmanagement sehr gut funktionieren. Und es hat eben den Vorteil, in einem durch und durch digitalisierten Alltag wunderbar lowtech und haptisch zu sein. Weiterlesen

Wire – wie Skype, nur verschlüsselt

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Wire ist ein neuer Dienst zum verschlüsselten Chatten, Telefonieren und Videotelefonieren.

Lesezeit für diesen Artikel: 4 Minuten; Zeitbedarf für die Umsetzung: einmalig 10 Minuten; Vorteile: Datenschutz, Privatsphäre

John Oliver hat kürzlich treffend angemerkt, dass Apple in seine AGBs den kompletten Text von „Mein Kampf“ einfügen könnte, und doch würden wir weiterhin alle fröhlich „Ich akzeptiere“ anklicken. Das gilt natürlich auch für Microsoft oder jede andere Technologie-Firma. Wer wirft auch nur einen Blick in diese sperrigen Texte?

Gut, dass es Journalisten und Blogger gibt, die das für uns manchmal übernehmen. Für die Datenschutzbestimmungen von Skype hat sich Ekki Kern letztes Jahr in einem Beitrag für den sehr lesenswerten Blog BASIC thinking diese Arbeit gemacht. Weiterlesen